Sacro-Oppicitale-Technik

Der Focus liegt hier auf dem Kreuzbein (Sacrum), dem Schädelrand (Occiput) und natürlich der Wirbelsäule, die die Verbindung zwischen Schädel und Becken darstellt. Das Becken ist unser Fundament. Verkippt es sich durch z.B. einen Sturz, Fehlbelastung oder permanentes „Herumlümmeln“, dann wird ein Bein länger und das andere kürzer. Mit jedem Schritt treten wir uns also schief und die Wirbelsäule muss dieser verkippten Ebene folgen. Die Wirbelsäule gleicht diesen Schiefstand natürlich durch Gegendrehung aus, aber das geht zu Lasten der seitlich austretenden Nerven der Wirbelsäule, weil nun der Platz der kleinen Nervenaustrittslöcher  durch die Verdrehung enger wird.

Diese Technik unterteilt sich in drei Kategorien: Eine korrigiert den Beckenschiefstand mit speziell konstruierten Blöcken, die unter dem Becken platziert werden. Durch Zug an der Wirbelsäule werden die Stellen befreit, die verzogen sind. Ebenso das Kreuzbein, damit dieses bei der Atmung wieder frei beweglich ist.

Die zweite Kategorie korrigiert eine Beckeninstabilität, die z.B. durch Verrenkung entsteht. Hier helfen die Blöcke den gelenkigen Verbindungen zwischen den Beckenschaufeln und dem Kreuzbein wieder vollen Kontakt zu geben.

Die dritte Kategorie ist für die „Hexenschuß-Geplagten“-  also für alle akuten Schmerzzustände. Die Blöcke werden so unterlagert, dass das Becken gerade gestellt und gleichzeitig ein Zug auf die Lendenwirbel ausgeübt wird, damit die Nervenaustrittslöcher wieder mehr Platz bekommen und der Druck auf die Nerven nachlässt.

Stellen Sie sich Ihr Becken als das Fundament Ihres Hauses vor: Wenn das Fundament schief steht, müssen Sie sich nicht wundern, dass Ihnen im 1. Geschoss die Serviettenringe vom Tisch runterrollen – Ihr Haus kann schließlich nicht von alleine den darunter liegenden Schiefstand ausgleichen!